24.09.2001

REAL WAR

Bildquelle: FuZo

Nuklearkrieg und Terrorismus als Spiel

"Nachdem unbekannte Terroristen eine US-Basis angegriffen haben, schlagen die USA mit Raketenangriffen auf Terorristen-Stützpunkte zurück. Als die Raketen eine in der Basis versteckte Nuklearwaffe auslösen, beschuldigen die Terroristen die USA des nuklearen Kriegs."

Kein Zukunfsszenario, sondern die Hintergrundgeschichte des Echtzeit-Strategiespiels "Real War" von Rival Interactive.

"Echte" Waffen

Nun ist es an den Spielern, die Seite der ILA oder der Amerikaner zu übernehmen.

Gekämpft wird bei "Real War" zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Mit "echten" Waffen wie F10-Kampfliegern und Scud-Raketenabwehr, betonen die Entwickler Rival Interactive.

"Alle Einheiten in diesem Spiel sind Einheiten die gegenwärtig von Streitkräften benutzt werden oder wurden. Diese Einheiten verfügen über Waffen, die eine moderne Armee im Krieg einsetzen könnte."

Das ist nicht weiter verwunderlich, ist doch "Real War" die kommerzielle Version des exklusiv für die US-Streitkräfte entwickelten Trainingsprogramms "Joint Force Employment".

Konzept schon seit Mai bekannt

Opportunismus kann man den Entwicklern nicht vorwerfen. Auf der Spielemesse E3 Ende Mai 2001 wurde "Real War" das erste Mal vorgestellt, komplett mit Hintergrundgeschichte und Bildern zum Spielgeschehen.

Offen ist, ob der Software-Vertrieb Simon & Schuster sich angesichts der Aktualität der Thematik in Zurückhaltung übt und die Veröffentlichung des Titels verschiebt oder absagt.

Am 21. September wurde die Fertigstellung des Spiels gemeldet, von einer Veröffentlichung war nicht die Rede.