UTA und Netway mit massivem Stellenabbau
Der größte alternative heimische Telekom-Anbieter UTA und seine Tochter Netway haben im Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice [AMS] am Freitag zusammen 161 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet.
105 davon werden tatsächlich aus dem Unternehmen ausscheiden, sagte UTA-Sprecher Martin Halama.
75 Mitarbeiter "de facto schon weg"
Insgesamt beschäftigen UTA und Netway derzeit 789 Mitarbeiter, 75
davon seien "de facto aber schon weg" und in dem angemeldeten
Kontingent nicht mehr enthalten.
Netway-Internet-Kunden "migrieren" zu UTAFast ein Drittel muss gehen
Bis Jahresende werde ein Mitarbeiterstand von 609 angestrebt.
Damit würde sich die Zahl der Beschäftigten bei UTA und Netway seit Jahresbeginn um 257 Mitarbeiter - fast ein Drittel - reduzieren, so Halama.
Grund für die Kündigungen ist der Zusammenschluss der Administrations- und IT-Bereiche von UTA und Netway bis Ende des Jahres.
Verlangsamung des Umsatzwachstums
Die Verlangsamung des Umsatzwachstums im Telekom-Sektor erfordere
kostenseitige Gegenmaßnahmen. Die Maßnahmen seien aber nicht auf
Druck der Eigentümer geschehen, sondern zeigten das Bestreben des
Vorstands, "positiv zu werden".
Die besten und schlechtesten ProviderKein Eigentümerwechsel
Ein Eigentümerwechsel stehe nicht ins Haus, dementierte Halama hartnäckige Gerüchte, die Swisscom könnte sich von ihren UTA-Anteilen trennen.
Netway wird sich im Zuge der Neuorganisation der UTA-Gruppe als reines E-Business-Unternehmen positionieren.
Die 100.000 Netway-Internet-Kunden sollen bis Jahresende zur UTA wechseln, die als umfassendes Telekom-Unternehmen etabliert werden soll.
Break-even im 2. Halbjahr
Den Break-even beim Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen [EBITDA] peilt die UTA im 2. Halbjahr 2002 an. Im
Folgejahr wolle man dann positiv bilanzieren, so Halama.
Führungswechsel im UTA-Vorstand
