Spanier knackte US-Militärcomputer

marinebasis
16.01.2006

Kurz nach dem mysteriösen Ausfall der NSA-Site wurde im US-Verteidigungsministerium ein zweiter Angriff auf einen Rechner registriert.

Nach dem mysteriösen Ausfall der Website des US-Militärgeheimdienstes NSA wurde nun ein weiterer Hacker-Angriff bekannt.

Spanische Sicherheitskräfte haben am Montag einen Hacker festgenommen, der sich Zugang zu einem Computer des Verteidigungsministeriums verschafft hatte. Der Spanier hat laut Zeitungsbericht der "Guardia Civil" einen Rechner der US-Marinebasis Point Loma im kalifornischen San Diego geknackt.

Zweiter Angriff in kurzer Zeit

Damit verzeichnet das US-Militär bereits den zweiten Angriff innerhalb weniger Tage. Schon am Freitag hatte die Website der NSA sieben Stunden lang nicht funktioniert. Zwar wollte sich die Behörde nicht näher zu dem Vorfall äußern, dennoch vermuteten Computerexperten dahinter einen bewussten Angriff mittels Datenflut von außen.

Docks von Atom-U-Booten gefährdet

Durch den heutigen Hackerangriff war kurzfristig die Sicherheit eines Trockendocks gefährdet, in dem Atom-U-Boote gewartet wurden. Aufgeklärt wurde der Vorfall, nachdem sich die US-Botschaft über einen aus Spanien kommenden Online-Angriff beschwert hatte.

Angaben zur Identität des Crackers wurden nicht gemacht. Er gehört angeblich einer Gruppe an, die im Internet bereits seit längerem aktiv ist und bisher Schäden in Höhe von rund einer halben Million Dollar angerichtet haben soll.

(futurezone | APA)