"Next Millenium"-Betriebssystem von MS
Techniker und Softwareentwickler von Microsofts Forschungsabteilung haben ihre Visionen von einem "Next Millenium"- Betriebssystem vorgestellt.
Mit den Worten: "Wir glauben, es ist Zeit, die Rolle eines Betriebssystems im modernen Computing neu zu überdenken" wurde von sieben Vertretern des MS Think Tanks ein siebenseitiges Memorandum veröffentlicht.
Das Betriebssystem der Zukunft sei nicht mehr nur für die Verwaltung der Ressourcen eines Rechners oder das Aufrechterhalten eines lokalen Netzwerkes zuständig, sondern müsse als "höhere Abstraktionsebene" fungieren. Demanch wird es letztendlich egal sein, wo in einem globalen Netzwerk bestimmte Daten gespeichert sind und wo die Berechnungen eines Programms stattfinden.
Höhere Abstraktionsebene
Geht es nach den Microsoft-Fachleuten, müssen Betriebssysteme künftig in der Lage sein, sich selbst und ihre Umgebung ständig zu beobachten. Dabei müsse dieses schnell und flexibel auf Fehler oder gewollte Änderungen an der Infrastruktur reagieren können.
Die "Experience" für die User soll ortsunabhängig immer die gleiche sein, sobald sie sich an einen Rechner setzen. Auch die Arbeit von Programmierern sollte sich auf das Wesentliche beschränken. Diese werden ausschließlich auf einer höheren Abstraktionsebene arbeiten und sich nicht mehr mit Registern, Adressen oder Dateien herumquälen.
Voraussetzung für ein derartiges Betriebesystem der Zukunft sei allerdings auch eine weitaus bessere Performance von Rechnern und Netzen. Einen Namen für das Betriebssystem haben die Verfasser William J. Bolosky, Richard P. Draves, Robert P. Fitzgerald, Christopher W. Fraser, Michael B. Jones, Todd B. Knoblock und Rick Rashid allerdings noch nicht.
Memo: "Operating System Directions for the Next Millennium"
