22.09.2001

MINDSTORMS

Bildquelle: mindstorms

Mit Lego ins Weltall fliegen

Auf der Suche nach einem "Roboter-Kosmonauten", der auch tatsächlich ins Weltall fliegen soll, ist derzeit die "Lego"-Company:

Im Rahmen eines Wettbewerbes hat der Spielzeughersteller Hobby-Konstrukteure dazu aufgerufen, mit Hilfe des Technik Bauprogrammes "Lego Mindstorms" einen Roboter zu entwickeln, der Mitte November den Flug zur internationalen Raumstation ISS [International Space Station] antreten soll.

Tests und Juryentscheid

Zuvor müssen sich die zehn Finalisten aber noch einer Endauswahl stellen, bei der Weltraumprofis wie der Astronaut und Kosmonaut Ulf Merbold sowie Soren Lund, einer der Entwickler des "Lego Mindstorms"- Konzeptes, in der Jury sitzen.

Bevor der Sieger die Reise seines Roboters im Moskauer Kontrollzentrum miterleben kann, mussten die Materialien - wie alle anderen Produkte, die im All zum Einsatz kommen - eine Reihe von Tests durchstehen.

Als Bewertungskriterien gelten neben dem wissenschaftlichen Anspruch und der Realisierbarkeit auch die Originalität und der "Fun-Factor" der konstruierten Roboter.

Alt trifft neu

"Lego Mindstorms" ist eine Symbiose aus den klassischen Bausteinen und moderner

Computer-Technik. "Mindstorms" kam in den USA 1998 auf den Markt und verkaufte sich innerhalb des ersten Jahres mit 100.000 Exemplaren sehr gut.

1999 kam die Lego-Roboter-Serie auch auf den europäischen Markt. Mit dieser High-Tech-Version des Kinderzimmer-Klassikers können sowohl selbst tätige als auch über eine Infrarot-Schnittstelle ferngesteuerte Robot-Varianten konstruiert und gelenkt werden.

Konkurrenz durch Pokemon

"Mindstorms" ist Teil einer Digitalisierungsstrategie, mit der Lego seit 1998 versucht, der Konkurrenz durch Computerspiele, Pokemon und Co. Einhalt zu gebieten.

Mit vorerst bescheidenem Erfolg, wie es scheint, denn trotz der Bemühungen, die Bausteine mit Informationstechnologien zu verbinden, verlor der Konzern weiter an Marktanteilen.

Konzernchef Kirk Kristiansen dazu: "Kinder werden heute früher älter. Sie spielen nicht mehr so viel im traditionellen Sinn und betreiben andere Dinge wie Videospiele, Fernsehen und Freiluftaktivitäten."