VIA verlangt Pentium 4-Verkaufsstopp
VIA weitet seinen Rechtsstreit mit Intel auf die USA aus. Nach ersten Klagen in Fernost hat der taiwanesische Chiphersteller jetzt auch in Austin eine Lizenzklage gegen Intel eingebracht und fordert eine einstweilige Verfügung, um den Verkauf des Prozessors zu stoppen, und eine finanzielle Entschädigung.
Demnach verletze Intel mit dem Pentium 4 ein grundlegendes Patent des VIA-Tochterunternehmens Centaur.
US-Patent Nr. 6,253,311
Intel soll mit seinem Pentium 4 gegen das US-Patent Nr. 6,253,311
verstoßen. Der in dem Patent geregelte Prozess ermöglicht die
Speicherung von numerischen Daten in unterschiedlichen Formaten auf
dem Prozessor. Die Technologie wurde ursprünglich von dem
Technologieunternehmen Centaur entwickelt und 1996 zum Patent
angemeldet. Das Patent wurde 1999 erteilt. VIA hat Centaur 1999
mitsamt seinen Patenten gekauft.
VIA-Erklärung zur neu eingebrachten KlageKonflikt um zwei Chipsätze
Die beiden Unternehmen befinden sich wegen der Chipssätze P4X266 und P4M266 von VIA im Konflikt.
Der Chipsatz ermöglicht die Verwendung von billigerem SD-RAM anstelle der teureren Rambus RD-RAM zusammen mit dem Pentium 4 und kam vor dem entsprechenden Produkt von Intel auf den Markt.
Intel hatte daraufhin VIA eine Patentverletzung vorgeworfen und eine Klage gegen den Konkurrenten eingebracht. VIA hatte mit eigenen Klagen gegen den größten Halbleiterhersteller der Welt reagiert.
Intel verklagt VIA
