Netzwerkausbau erleichtert Stellenabbau
Um dem erwarteten Ansturm auf Breitband-Datenübertragung gerecht zu werden, investiert die Telekom Austria in die Erweiterung ihres Breitbandnetzes ATM [Asynchronous Transfer Mode].
Alcatel und Siemens haben jetzt den Zuschlag für einen 17 Millionen Euro [233,93 Mio. ATS] schweren Netzausbau erhalten, worin ein Jahr Wartungskosten inkludiert sind.
Die Telekom Austria erwartet damit Einsparungen bei Personal- und Betriebskosten mit Hilfe eines neuen Netzwerkmanagements, genannt Newbridge-Technologie.
Bindeglied zwischen Backbone und ADSL-Netz
Das ATM-Netz ist ein Bindeglied zwischen dem
Hochgeschwindigkeits-Backbone-Netz mit 320 Gigabit Übertragungsrate
und dem ADSL-Netz für schnelle Internet-Anwendungen, das zurzeit mit
0,5 Megabit Übertragungsrate arbeitet und künftig auf zwei Megabit
beschleunigt wird.
Telekom Austria will in Breitband investierenReduktion der Mitarbeiterzahl
Ein weiterer Rationalisierungsaspekt: Die vom Telekom-Austria-Vorstand angepeilte Reduktion der Mitarbeiterzahl um ein Drittel [5.000] bis 2005 wäre ohne Umstellung auf die neue, wartungsärmere Netzwerktechnologie nicht möglich.
Die hohe Nachfrage nach ADSL-Anschlüssen und der damit verbundene deutlich steigende Datentransfer erfordern die Erweiterung des ATM-Netzes, sagte Telekom-Austria-Sprecher Martin Bredl.
Österreich nehme laut einer Untersuchung im "Economist" mit derzeit rund 80.000 ADSL-Anwendern weltweit den vierten Platz bei der Verwendung von ADSL ein.
50.000 ADSL-Anwender mehr
Heuer habe die Zahl der ADSL-Anwender in Österreich um 50.000 zugenommen.
