Palm weiter in der Verlustzone
Der führende Handheld-Hersteller Palm hat für das erste Quartal 2002 [per 31. August] einen Nettoverlust von 32,4 Millionen USD bekannt gegeben.
Die Aktie des Handheld-Pioniers stieg auf 2,30 USD, nachdem sie vor dem Bericht um 36 Cents auf 2,15 USD gefallen war. "Umsatz und Marge entsprechen unseren Erwartungen", sagte Palm-Chef Carl Yankowski. Die Kosten für das operative Geschäft habe das Unternehmen als Reaktion auf die wirtschaftliche Situation um ein Viertel senken können.
Der Umsatz im ersten Quartal betrug nach Angaben des Unternehmens 214,3 Millionen USD, 47 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Vergleich zum vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 165,3 Millionen USD entspricht das einer Steigerung von 30 Prozent.
PalmAnalysten hatten im Schnitt mit Erlösen in Höhe von 206,06 Millionen USD gerechnet.
Die Kunden entschieden sich häufiger als vermutet für die günstigen Einsteigermodelle, was sich in geringeren Umsatzzahlen niederschlage, sagte Finanzchefin Judy Bruner. Anders als noch vor rund drei Monaten erwartet, werde Palm auch im zweiten Quartal möglicherweise noch nicht die Gewinnzone erreichen.
Palm habe sich erfolgreich gegen die wachsende Konkurrenz behaupten können und die Marktführerschaft behauptet, sagte Yankowski. Neben der von den Palm-Gründern aus der Taufe gehobenen Firma Handspring hatte das Unternehmen in diesem Jahr vor allem die Konkurrenz des Computerherstellers Compaq zu spüren bekommen, der mit dem "iPaq" zur Aufholjagd gestartet war.
