Ende für Windows-XP kommt 2008

Support
14.01.2006

Ein Eintrag auf Microsofts Support-Website, dass die XP-Unterstützung bereits dieses Jahr ende, sorgte für Entrüstung. Falscher Alarm, stellte der Konzern nun klar. Die Mitteilung war schlicht unrichtig.

Der Nachfolger ist noch nicht auf dem Markt, doch schon jetzt sorgt das offizielle Support-Ende des aktuellen Microsoft Betriebssystems für Aufregung.

In einem Eintrag auf der eigenen Website gab Microsofts an, der Support für Windows XP Home und Media Center Edition werde mit Ende dieses Jahres beendet und löste damit eine Lawine der Entrüstung unter den Kunden aus.

Doch nun stellte Microsoft klar: Falscher Alarm, der Eintrag sei schlicht unrichtig. Die Unterstützung werde bis Ende 2008 weitergeführt, so Ines Vargas, Program Manager bei Microsoft.

Windows XP Professional würde darüberhinaus noch fünf Jahre nach Erscheinen des XP-Nachfolgers Vista - also bis Ende 2011 - unterstützt.

Kunden gehen auf die Barrikaden

Analysten hatten bereits eine Kunden-Revolte vorhergesagt, sollte die knappe Deadline Ende 2006 beibehalten werden.

Denn mit Auslaufen des Supports stellt Microsoft keine Updates und Patches mehr zur Verfügung. Sicherheitslücken könnten so schnell große Einfallstore im System aufreißen und für den Anwender zum Problem werden.

Schon bei den Vorgängersystemen Windows 98 [Second Edition] und Windows Millennium Edition musste Microsoft herbe Kritik an seiner Support-Politik einstecken. Nach zahlreichen Beschwerden wurde die Unterstützung in Teilen bis Juni 2006 verlängert.

"Unsere Support-Policy ist zugegeben nicht die einfachste, wenn man sie auf verschiedene Produkte umlegt," so Vargas unverblümt. "Wir sollten da vielleicht etwas klarer werden."

Vista kommt Ende 2006

Windows XP ist seit Oktober 2001 auf dem Markt. Eigentlich sollte der Nachfolger unter dem Codenamen "Longhorn" schon 2004 folgen.

Doch nach vielen Verzögerungen wurde der Marktstart auf Ende 2006 verschoben. Damit ist dies das längste Release-Intervall eines Client-Produkts in der Geschichte von Microsoft.

Microsoft hat bereits eine erste Vorschau auf die Hardware-Voraussetzungen für Vista gegeben. Benötigt werden ein gängiger Mittelklasse-Prozessor von AMD oder Intel, 512 MB RAM und eine DirectX-9-fähige Grafikkarte mit 64 MB Speicher.

(futurezone | Cnet)