Netz-Betrüger nutzen Terror-Trauer
Internet-Betrüger versuchen nach Angaben des britischen "National Criminal Intelligence Service" [NCIS] Profit aus den Anschlägen auf die USA zu schlagen.
Zahlreiche Sites gäben vor, Spenden für Hilforganisationen zu sammeln, wollten aber tatsächlich nur an Kreditkarten-Informationen herankommen, sagte ein Sprecher. "Die Betrüger nutzen die Betroffenheit der Menschen aus. Sie haben keinerlei Skrupel, weil sie auf diese Weise ihr Geld verdienen", sagte er.
Bei ScamBuster wird zudem vor elektronischen Werbebriefen gewarnt, in denen angeblich im Namen des Roten Kreuzes zu Spenden für die Opfer der Anschläge aufgerufen wird.
ScamBustersSpenden direkt an die Hilfsorganisationen
Das Rote Kreuz in London bestätigte, zahlreiche Anrufer hätten ihnen von falschen Spendenaufforderungen berichtet. Der NCIS rät, sich mit Spenden direkt an die Hilfsorganisationen zu wenden und Informationen über Spendenmöglichkeiten nur auf deren offizellen Sites abzurufen.
Der NCIS rechnet für die Zukunft noch mit einer weiteren Art des Internet-Betrugs, dem so genannten "fortgeschrittenen Geldbetrug". Ein Beispiel, das es nach Angaben des NCIS tatsächlich gab: In einer E-Mail behauptete der Absender, ein Afrikaner sei bei einem Unglück ums Leben gekommen und habe ein Vermögen hinterlassen.
Der Empfänger des Briefes sei als besonders vertrauenswürdige Person ausgewählt worden und solle helfen, das Geld außer Landes zu bringen. Alles, was man tun müsse, sei, seine Bankverbindung anzugeben. "Danach schreiben die Absender, sie brauchten Geld für einen Anwalt, und die Betroffenen verlieren schnell bis zu 600.000 ATS", erklärte der NCIS-Sprecher.
