Die Rückkehr ins umstrittene Schloss
Anfang der Neunziger zog ein Shareware-Spiel, das den bewaffneten Kampf gegen Nazis und Hitler-"Mutanten2 zum Inhalt hatte, die Aufmerksamkeit von Spielern und Jugendschützern auf sich.
In Deutschland indiziert, wurde das Spiel mit dem Namen "Wolfenstein 3D" Kult und im Nachhinein zur Mutter aller Ego-Shooter erkoren.
In "Return to Castle Wolfenstein" wird dieses Spieleprinzip 2001 wieder belebt - mit Grafik der Quake-3-Engine und Netzwerk-Fähigkeit. Vor zwei Tagen veröffentlicht, macht die erste Demo-Version zur Neuauflage in der Multiplayer-Gemeinde Furore.
Zombies, Nazis, Flammenwerfer
Es gilt "die okkulten Experimente und genetischen Mutationen"
Heinrich Himmlers zu bekämpfen, so die Entwickler "Gray Matter" in
der Spiele-Synopsis. Als B.J. Blazkowicz und mit Panzerfaust,
Scharfschützengewehr und Flammenwerfer bewaffnet, kämpft man sich
durch zerbombte Dörfer und Fabriken, altgermanische Gruften und
natürlich durch das Schloss Wolfenstein.
Return to Castle Wolfenstein100.000 Downloads
Für viele Spieler eine scheinbar verlockende Herausforderung - 30 Stunden nach Veröffentlichung der Multiplayer-Demo-Version konnte der Webspace-Provider FilePlanet 100.000 Downloads verzeichnen, fast einen Download pro Sekunde.
Inzwischen tummeln sich laut Statistik des Online-Magazins gamespy 3.096 Spieler im Netz, die einander wahlweise als Angehörige der Alliierten oder Nazis bekämpfen.
Das können nur Half-Life und die zwei Jahre alte Counter-Strike-Erweiterung mit über 38.000 Spielern online toppen.
Rechtzeitig zu Weihnachten
Die Letztversion erscheint voraussichtlich Ende des Jahres,
rechzeitig vor Weihnachten. Fraglich bleibt, ob das Spiel für den
europäischen Markt nicht entschärft werden muss - an mit
Hakenkreuz-Armbinden versehenen Wehrmachtsoldaten dürften viele
keinen Gefallen finden.
Wolfenstein Xtreme
