19.09.2001

TERRORFOLGEN

Bildquelle: FuZo

US-Unternehmen verschieben Börsengänge

Nach den Anschlägen in den USA liegen die für die kommenden Wochen geplanten Börsengänge von US-Unternehmen vorerst auf Eis.

Alle für diese und nächste Woche vorgesehenen IPOs [Initial Public Offering] wurden von den begleitenden Investmentbanken bisher nicht freigegeben.

Während drei namhafte Kandidaten ihre Emission bereits abgesagt haben, schließen etliche weitere Unternehmen diesen Schritt mit Hinweis auf das gestörte Marktumfeld zumindest nicht aus.

Luftfahrtbranche unter Druck

Einen Rückzieher bei den Börsenaspiranten gab es in der besonders stark durch die Folgen der Anschläge belasteten Luftfahrtbranche.

Continental Airlines hatte am Montag die 320 Millionen Dollar schwere Neuemission ihrer Sparte ExpressJet auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Fluggesellschaft steht eigenen Angaben zufolge ohne finanzielle Unterstützung der Regierung kurz vor dem Konkurs.

Rückzug von Stream International

Nicht direkt mit den Anschlägen hatte der Software-Dienstleister Stream International Holding die Absage seiner Ausgabe von 3,4 Millionen Aktien begründet.

Zur Erklärung hieß es am Montag, das Unternehmen "habe nicht vor, die Emission zu diesem Zeitpunkt auszuführen".

Auch eine Reihe kleinerer Unternehmen wartet zunächst ab, wie sich die Dinge entwickeln.