Deutschland nutzt Internet-Telefonie

studie
11.01.2006

Die Internet-Nutzung ist in Deutschland weiter gestiegen, zwei Drittel aller Erwachsenen sind im Netz. Zehn Prozent nutzen das Internet auch zum Führen von Telefongesprächen.

Jeder zehnte erwachsene Deutsche nutzt das Internet, um damit zu telefonieren.

Das geht aus einer aktuellen Studie der Forschungsgruppe Wahlen im vierten Quartal 2005 hervor, die am Mittwoch in Mannheim veröffentlicht wurde.

Mitverantwortlich für die laut Forschungsgruppe vergleichsweise hohen Nutzungszahlen sind die Messenger-Dienste verschiedener Anbieter sowie die Integration der Internet-Telefonie bei einer Reihe von DSL-Anbietern.

Zwei Drittel sind im Netz

Insgesamt hatten Ende vergangenen Jahres der Studie zufolge 65 Prozent aller deutschen Erwachsenen einen Zugang zum Internet. Das seien drei Prozentpunkte mehr als im letzten Quartal 2004. Der Anteil der Männer, die online sind, war dabei mit 73 Prozent deutlich höher als der der Frauen mit 57 Prozent.

Hohe Netzaffinität bei Personen unter 50

In allen Altersgruppen bis 50 Jahre verfügen mindestens vier von fünf Befragten über einen Internet-Zugang. Leicht über dem Durchschnitt liegen auch noch die 50- bis 59-Jährigen mit 68 Prozent. In der zahlenmäßig großen Gruppe der über 60-Jährigen haben jedoch nur 32 Prozent Zugang zum Internet.

Neben Alter und Geschlecht spielt weiterhin auch der Bildungsgrad beim Internet-Zugang eine Rolle. Während 86 Prozent der Hochschulabsolventen online sind, sind es bei den Befragten mit mittlerer Reife noch 67 Prozent, bei jenen mit Hauptschulabschluss mit Lehre 40 Prozent und unter jenen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre 17 Prozent.

Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.794 Deutschen ab 18 Jahren.

(Futurezone/AFP)