Stanley-Messer statt Cyberwar
Die Central Intelligence Agency [CIA] und alle anderen US-Dienste geraten immer mehr in die Kritik. "Sie brauchten ein paar Rasierklingen, Küchen - und Stanley-Messer, Flugzeugtickets und das war's" sagte Vizepräsident Dick Cheney am Sonntag, "damit haben sie unser eigenes System gegen uns gedreht."
Zudem sprach sich Cheney für verstärkten Einsatz "klassischer" Geheimdienstarbeit im Bereich "Human Intelligence" [HUMINT] aus. Das sei ein "dreckiges, bösartiges und gefährliches Geschäft", aber "in dieser Arena gilt es zu operieren".
Obwohl Cheney CIA-Chef George Tenet offiziell in Schutz nahm, stehen diese Aussagen in krassem Gegensatz zu Tenets Bericht vor dem Geheimdienst-Ausschuss des Senats im Februar 2001.
Computernetze als Bedrohung
Als obersten Punkt einer möglichen Bedrohung hatte Tenet in
seinem Sicherheitsbericht Computernetze genannt und dass sich
Terrorgruppen wie jene Bin Ladens des Internets zur internen
Kommunikation bedienten, und um Information über biologische,
chemische und atomare Waffen zu sammeln. Manche Gruppen hätten schon
rudimentäre Tools für Cyberattacken zur Verfügung.
Tenets Rede im VolltextCIA für mehr Satelliten
Dagegen habe man ein "robustes" Antiterror-Programm im Einsatz, das den internationalen Terror bis jetzt behindert, entmutigt und geschlagen habe.
Des weiteren hatte Tenet für einen verstärkten Einsatz von Aufklärungssatelliten plädiert.
Wo Durchfall herrscht, ist keine CIA
Die zitierten Quellen sprachen übereinstimmend davon, dass kaum
ein CIA-Mann zu finden wäre, der bereit sei, in Weltgegenden wie
Afghanistan, wo Durchfall und absoluter Frauenmangel grassiere,
operativ tätig zu sein.
Die Analyse von Jane'sAshcroft für mehr Überwachung
Justizminister John Ashcroft sagte am Sonntag hingegen, man werde
den Kongress auf eine Ausweitung der Überwachungsbefugnisse für
Telefon- und Datenleitungen drängen.
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