WMF-Lücke in Windows neu aufgerissen
Trotz Veröffentlichung des Notfall-Patches sind weiterhin Attacken auf Windows-Systeme über die WMF-Funktion möglich.
Wenige Tage nachdem Microsoft einen Patch für die so genannte WMF-Sicherheitslücke, bei der das Laden eines präparierten Bildes im Browser zur Infizierung mit einem Trojaner ausreichen kann, veröffentlicht hat, sind nun neue Lecks in der WMF-Funktion bekannt geworden.
Die Schwachstellen betreffen die Funktionen ExtCreateRegion und ExtEscape und erlauben unberechtigten Zugriff auf Speicherbereiche während des Rendering-Vorgangs bei Dateien in WMF-Format, wird auf der Bugtraq-Mailingliste berichtet.
Neben Denial-of-Service-Attacken könnten Angreifer darüber auch Programmcode ausführen, warnen die Sicherheitsexperten.
Erst am Wochenende hatte Microsoft eien Pacth für die WMF-Funktion veröffentlicht und in einer Blitzaktion via Windows Update auf den Systemen eingespielt.
MS dementiert Code-Platzierung
Ein Microsoft-Mitarbeiter nahm in seinem Weblog bereit Stellung zu dem neuen Problem und erklärte, die Lücke könnte schlimmstenfalls zur Schließung der WMF-Anwendung führen, bösartiger Code könne jedoch nicht darüber eingeschleust werden.
Man arbeite daran den Fehler über ein Update zu beheben.
