15.09.2001

KLINGELTÖNE

Bildquelle: fuzo

"System ist auf Abkassieren aufgebaut"

Der Verein für Konsumenteninformation [VKI] kritisiert das Abkassieren von Jugendlichen mit Logos und Klingeltönen fürs Handy.

Die im Internet angebotenen Add-Ons für Handys, die vor allem bei Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren sehr beliebt seien, verursachen laut Konsumentenschützern enorme Kosten.

Außerdem herrschten große Preisunterschiede zwischen den Anbietern vor, erklärte VKI-Experte Paul Srna.

"System ist auf Abkassieren aufgebaut"

Srna kritisiert vor allem die Verrechnungsmethoden der einzelnen Anbieter. Wenn die Abwicklung einfacher gestaltet würde, könnten Kosten gespart werden.

"Das System ist auf Abkassieren aufgebaut", so Srna. Unter Umständen verbrauche der Kunde dank langwieriger Erklärungen und Ansagen mehrere Hundert ATS bei dem Versuch ein Logo auf sein Handy zu laden.

Unbefriedigende Rechtslage

Einen gesetzlichen Schutz gegen solche Praktiken gibt es in Österreich - anders als etwa in Deutschland - allerdings nur für Minderjährige. Das Jugendschutzgesetz sieht für unmündige und mündige Jugendliche [ab 14 Jahren] beschränkte Geschäftsfähigkeit vor. Im Falle dessen, dass sich Jugendliche ohne das Wissen ihrer Eltern verschulden, liegt das Ausfallsrisiko beim Unternehmen, betont die Arbeiterkammer.