15.09.2001

HACK ATTACK

Bildquelle: terrorvision

Hacker gegen Religions-Fanatiker

Eine ganz persönliche Antwort auf die Terrorattacken in den USA hat gestern Abend der bekannte Cracker "Fluffi Bunni" gegeben.

In einem massiven Defacement leitete er vorübergehend mehrere tausend britische Websites auf eine eigene Page um. Dazu hackte er die DNS-Server des Registrars NetBenefit, zu dessen rund 100.000 Kunden unter anderem Gilette, Barclay und die bekannte Tageszeitung "The Guardian" zählen.

Gegen Intoleranz religiöser Fanatiker

In der Zwischenzeit war auf allen betroffenen Sites eine Erklärung von Fluffi Bunni zu lesen, in der er sich ausführlich über den Infantilismus und die Intoleranz religiöser Fanatiker mokiert.

Den Kopf der Page ziert das Motto "Fluffi Bunni goes Jihad". Daneben ist Fluffi Bunnis Markenzeichen zu sehen, ein rosa Plüschkarnickel an einer Computertastatur.

Auf dem Bildschirm des Rechners prangt der Text: "If you want to see the internet again, give us Mr. Bin Laden and $5 million dollars in a brown paper bag. Love, Fluffi B."

Vermehrt muslimische Sites gehackt

Nach den Attentaten auf die USA nehmen amerikanische Hacker verstärkt muslimische Websites ins Visier. "Wir beobachten seit gestern Abend verstärkte Attacken auf muslimische Internet-Seiten", sagte der Computersicherheitsexperte Christoph Fischer.

Bereits am Mittwoch war die offizielle Website der Taliban von "RyDen" gecrackt worden, der die selbe Site schon vor einigen Monaten einmal gecrackt hatte. Auf der Site ist statt Propaganda ein Steckbrief des FBI von Osama bin Laden zu sehen.

In der Hackerszene soll derzeit als Reaktion auf die Mordanschläge auch ein Aufruf kursieren, Websites und andere über das Internet erreichbaren Kommunikationssysteme in islamischen Ländern zu zerstören.