Kooperation bei Speicherchips angepeilt
Infineon verhandelt nach eigenen Angaben weiter mit dem japanischen Konkurrenten Toshiba über die geplante Kooperation bei Speicherchips.
Eine Sprecherin sagte, bei einer Aufsichtsratssitzung am Donnerstag hätten sich wie erwartet keine neuen Entwicklungen ergeben. Überden Stand der Verhandlungen wollte sie nichts sagen: "So etwas braucht seine Zeit."
Infineon und Toshiba hatten Ende August die Gespräche bestätigt, jedoch erklärt, es seien verschiedene Arten der Zusammenarbeit denkbar. Einen Zeitplan für die Gespräche hatte Infineon nicht genannt. Mit Speicherchips macht Infineon allein 30 Prozent des Umsatzes.
Toshiba hatte nur erklärt, sein Speicherchip-Geschäft mit einem Partner kombinieren zu wollen. Auch die südkoreanische Samsung Electronics hatte Interesse an dem Toshiba-Bereich signalisiert. Infineon ist in diesem Bereich die Nummer vier, Toshiba die Nummer sechs weltweit. Zusammen würden sie auf Rang drei vorrücken.
Toshiba bietet Samsung Chipsparte anNachfrageschwäche
Die Chiphersteller kämpfen derzeit mit der schlimmsten Nachfrageschwäche in der Geschichte der Branche und mit hohen Verlusten und suchen daher nach Konsolidierungs-Möglichkeiten.
Analysten sagten, mit einem solchen Schritt würde Infineon die Strategie wechseln. Eine Kooperation mit Toshiba sei der erste Schritt zu einem Ausstieg aus dem Geschäft.
Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte wiederholt erklärt, sich auf Computerchips für den Kommunikations-Bereich konzentrieren und die Abhängigkeit von den DRAMs verringern zu wollen.
