Schlichtungsbedarf steigt weiter an
Die Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde RTR erwartet im Telekommunikationsbereich für das Gesamtjahr 2001 rund 1.350 Schlichtungsfälle.
Angesichts der immer komplexer werdenden Angebote von Telekom-Unternehmen und Internet-Service-Providern und den damit verbundenen schwerer durchschaubaren Verrechnungsmodalitäten sowie mangelnder Dienste-Qualität steigt die Anzahl der Schlichtungsfälle laut der RTR weiter an.
In den ersten acht Monaten sind bereits 903 Beschwerden eingebracht worden. Das waren schon mehr Streitfälle als im gesamten Jahr davor. Dabei wurde bereits 2000 mit 894 Schlichtungsfällen ein signifikanter Anstieg um mehr als 18 Prozent verzeichnet. Gegenüber 1998 hatte sich die Zahl der eingebrachten Fälle verdoppelt.
RTRTrend zu Mobilfunkbetreibern
Absolut gesehen war die Telekom Austria [TA] mit 489 Beschwerden, die das Unternehmen betrafen, weiter Spitzenreiter, gefolgt von der Mobilkom mit 156 und One mit 72 Fällen.
Relativ gesehen nimmt der Anteil der Telekom Austria an der Gesamtsumme der Verfahren aber ab, der Trend verlagert sich zu den Mobilfunkbetreibern, so die RTR.
Die Schlichtungstätigkeit der RTR umfasst hauptsächlich die Regelung von Zahlungsstreitigkeiten und Beschwerden betreffend Qualität der angebotenen Dienste. Wenn der Kunde mit dem Anbieter eines Telekommunikationsdienstes keine Einigung erzielt, kann die Schlichtungsstelle kontaktiert werden.
Für Anfragen und Beschwerden hat der Regulator unter der Rufnummer 0800 300 300 ein Call-Center eingerichtet. Auf der Site der Schlichtungsstelle findet sich außerdem unter anderem ein Tarifvergleichsrechner, der mittlerweile auch um Angebote der Mobilfunk- und Internet-Anbieter erweitertet wurde.
