12.09.2001

US-ANSCHLÄGE

Bildquelle: APA

Abwärtstrend an den Börsen gestoppt

Nachdem gestern vor allem die europäischen Börsen durch die Terrorwelle in den USA starke Verluste erlitten und dabei insbesondere die Frankfurter Handelsplätze, ging die Talfahrt unter dem Eindruck der Anschläge heute in Asien weiter.

Nach panikartigen Verkäufen ist die Börse in Tokio auf den tiefsten Stand seit mehr als 17 Jahren gefallen. Die Sorge der Investoren nach den Terroranschlägen in den USA und neue Konjunkturdaten stürzten den Nikkei-Index aus 225 Aktienwerten erstmals wieder unter 10.000 Punkte.

In Europa setzte sich der starke Abwärtstrend von gestern heute allerdings nicht fort.

In Frankfurt pendelten die Indizes heute um ihre Startwert: Der Dax konnte zum Handelsschluss um 1,5 Prozent zulegen, der Nemax50 um 1,2 Prozent. In Wien legte der ATX leicht um 0,59 Prozent zu.

Solidarität

Der japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa erklärte, er rechne mit negativen Auswirkungen der Attentate auf die gesamte Weltwirtschaft. Die wichtigsten Wirtschaftsnationen müssten zusammenstehen, um die "Auswirkungen der Tragödie" zu überwinden.

Die Bank of Japan pumpte daher Liquiditätshilfen in Höhe von umgerechnet 18,57 Milliarden Euro in den Markt.

Im südkoreanischen Seoul stürzten die Börsenkurse gleich zu Handelsbeginn um elf Prozent ab. Der Aktienindex fiel um 60,15 Punkte auf 480,42 Zähler. In Seoul wurde der Handelstag nach den Anschlägen in den USA auf drei Stunden verkürzt.

Euro steigt

Der Euro wurde in Tokio fester mit 0,9140 USD notiert nach 0,8977 USD am Vortag.

Der USD lag gestern zur selben Zeit bei 118,77 Yen, nach 121,58 Yen.