Abwärtstrend an den Börsen gestoppt
Nachdem gestern vor allem die europäischen Börsen durch die Terrorwelle in den USA starke Verluste erlitten und dabei insbesondere die Frankfurter Handelsplätze, ging die Talfahrt unter dem Eindruck der Anschläge heute in Asien weiter.
Nach panikartigen Verkäufen ist die Börse in Tokio auf den tiefsten Stand seit mehr als 17 Jahren gefallen. Die Sorge der Investoren nach den Terroranschlägen in den USA und neue Konjunkturdaten stürzten den Nikkei-Index aus 225 Aktienwerten erstmals wieder unter 10.000 Punkte.
In Europa setzte sich der starke Abwärtstrend von gestern heute allerdings nicht fort.
In Frankfurt pendelten die Indizes heute um ihre Startwert: Der Dax konnte zum Handelsschluss um 1,5 Prozent zulegen, der Nemax50 um 1,2 Prozent. In Wien legte der ATX leicht um 0,59 Prozent zu.
Der Nikkei-Index verlor im Tagesverlauf 6,6 Prozent oder 682,85 Punkte und schloss bei 9.610,10 Zählern. Die US-Börsen waren am Dienstag nach den Angriffen auf New York und Washington vorübergehend geschlossen worden. Der Handel in Frankfurt wurde heute regulär um 9.00 Uhr MESZ eröffnet. Allerdings werden keine US-Aktien gehandelt.
WTC-Crash nimmt Börsen mit nach untenSolidarität
Der japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa erklärte, er rechne mit negativen Auswirkungen der Attentate auf die gesamte Weltwirtschaft. Die wichtigsten Wirtschaftsnationen müssten zusammenstehen, um die "Auswirkungen der Tragödie" zu überwinden.
Die Bank of Japan pumpte daher Liquiditätshilfen in Höhe von umgerechnet 18,57 Milliarden Euro in den Markt.
Im südkoreanischen Seoul stürzten die Börsenkurse gleich zu Handelsbeginn um elf Prozent ab. Der Aktienindex fiel um 60,15 Punkte auf 480,42 Zähler. In Seoul wurde der Handelstag nach den Anschlägen in den USA auf drei Stunden verkürzt.
Terroristen hatten am Dienstag in den USA vier Passagierflugzeuge entführt. Zwei davon rammten das World Trade Center in New York, eines raste in das Gebäude des Verteidigungsministeriums bei Washington, ein weiteres stürzte nahe Pittsburgh ab. Das World Trade Center stürzte ein, im Pentagon brach Feuer aus. Bei den Anschlägen sind nach offiziellen Angaben Tausende Menschen getötet worden.
Die Terrorserie in ORF ON NewsEuro steigt
Der Euro wurde in Tokio fester mit 0,9140 USD notiert nach 0,8977 USD am Vortag.
Der USD lag gestern zur selben Zeit bei 118,77 Yen, nach 121,58 Yen.
Firmensitz im WTC
Das Brokerhaus Morgan Stanley Dean Witter hatte seinen Firmensitz
im World Trade Center und war dort der größte Mieter von
Büroflächen. Zum Zeitpunkt der Katastrophe waren 3.500 Mitarbeiter
im WTC. Das Schicksal dieser Menschen ist bisher größtenteils
ungewiss.
Dot.com und Broker als Terroropfer
