Microsoft sucht einen Vergleich
Im US-Kartellverfahren gegen Microsoft arbeitet der Konzern einem Zeitungsbericht zufolge an einem Vergleichsvorschlag, nachdem die US-Regierung seit vergangener Woche nicht länger die Zerschlagung des Konzerns anstrebt.
Der Vorschlag soll noch in dieser Woche der Regierung vorgelegt werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Anwaltskreise. Ein Microsoft-Sprecher lehnte einen Kommentar auf Anfrage ab.
Das US-Justizministerium hatte am Donnerstag einen Strategiewechsel in dem seit drei Jahren dauernden Kartellverfahren gegen den weltgrößten Software-Konzern angekündigt: Das Ministerium will nun zügig Sanktionen gegen den Windows-Hersteller verhängen lassen, der laut Gerichtsurteil mit illegalen Geschäftspraktiken sein Monopol auf dem Markt für PC-Betriebssysteme zu erhalten sucht. Microsoft soll aber nicht mehr zerschlagen werden.
Neustart im Microsoft-KartellprozessGeschäftsreise nach Washington
Dem Bericht zufolge bestätigte ein anderer Microsoft-Sprecher, dass der Chef der Konzern-Rechtsabteilung, William Neukom, diese Woche in die US-Hauptstadt Washington reisen wird.
Es wird erwartet, dass er dort den Wettbewerbshütern des US-Justizministeriums und der ebenfalls gegen Microsoft klagenden Bundesstaaten einen Vergleich unterbreiten will.
