09.09.2001

AUFERSTEHUNG

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Konsum will E-Kommerz-Betreiber werden

Die Konsum Genossenschaft will laut "profil" wieder unter eigenem Namen in den Handel einsteigen.

Konkret geplant ist demnach ein Online-Shop, in dem Waren unter dem altbekannten Namen verkauft werden.

"Diese Überlegung gibt es", bestätigt Konsum-Vorstand Jan Wiedey in dem Bericht. In dem Online-Shop sollen, so der Plan, die noch verbliebenen rund 50.000 Genossenschafter einkaufen. "Aber auch andere", so Wiedey.

Die nach ihrer Insolvenz im Jahr 1995 und dem darauf folgenden Ausgleichsverfahren entschuldete Konsum-Genossenschaft betreibt schon bisher über ihre Tochtergesellschaft Okay ManagmentgmbH drei Lebensmittelgeschäfte namens "Okay" in den Wiener Bahnhöfen Südbahnhof, Westbahnhof und Landstraße. Derzeit stehe Okay mit den ÖBB in konkreten Verhandlungen, auch in den Bahnhöfen in Krems und Baden zu Geschäfte zu eröffnen.

Freundliche Beteiligungen

Überdies soll ein Konsum-Museum sowie ein Archiv des 145 Jahre alten Unternehmens im Netz eingerichtet werden. Der Start für den Online-Auftritt ist angeblich für Frühjahr 2002 vorgesehen.

Der mittlerweile drastisch geschrumpfte Konsum, der mit seinen Okay-Reiseproviantgeschäften einen Umsatz von 80 Millionen ATS erzielt, verdient dem Bericht zufolge so gut, dass bereits seit einiger Zeit auch in neue Beteiligungen investiert wird.

Im Laufe der letzten Jahre und Monate hat sich die Okay ManagmentgmbH bei drei Unternehmen eingekauft, darunter auch bei Contissimo Communications, einem Unternehmen, das Hansjörg Tengg, Ex-Konsum-Boss und nunmehriger Konsum-Aufsichtsratschef, im Oktober 2000 gegründet hat.

Okay ist an Contissimo mit 91 Prozent beteiligt. Das Unternehmen erstellt unter anderem den Online-Auftritt für den Konsum.