Internet-Pranger für Euro-Preissünder
Die diesjährige Kärntner Landesausstellung zum Thema "Schauplatz Mittelalter" scheint bei den Politikern in Österreichs südlichstem Bundesland einen tiefen Eindruck hinterlassen zu haben: Heute wurde dort der Öffentlichkeit ein "Internet-Pranger" präsentiert, auf dem falsche Umrechnungen und ungerechtfertigte Erhöhungen durch Kärntner Betriebe und Geschäfte veröffentlicht werden sollen.
Landeshauptmann Jörg Haider sagte bei der Präsentation des "Euro-Prangers", dass darüber hinaus 24 eigens geschulte Preiskontrollore des Landes in ganz Kärnten täglich unterwegs sein und für die Einhaltung der Preisdisziplin sorgen werden.
Hängt sie höher!
In einer ersten Reaktion reklamierte die Kärntner SPÖ nicht nur
die Idee eines "Euro-Prangers" für sich, sondern forderte auch eine
Verschärfung der Maßnahmen: "Die SPÖ will, dass Euro-Preistreiber
nicht nur öffentlich an den Pranger gestellt werden, sondern auch
eine Geldstrafe bezahlen müssen. Wer bei der Euro-Einführung die
Preise erhöht, soll den Profit an die Allgemeinheit zurückzahlen
müssen." Außerdem rief die SPÖ Kärnten die heimischen Zeitungen dazu
auf, Euro-Preissünder in ihren Medien zu veröffentlichen. "Eine
Internet-Seite ist zuwenig, da viele Kärntnerinnen und Kärntner
keinen Internet-Zugang haben. Die Kärntner Zeitungen sollten sich
also an der Aufdeckung von Euro-Preissündern beteiligen".
Euro-Pranger
