"Sehr, sehr solider Plan" in 100 Tagen
Hewlett-Packard will in 100 Tagen einen strategischen Plan für die anvisierte Übernahme seines Mitbewerbers Compaq vorlegen.
Für die Integration beider Firmen wurde eine Task-Force eingerichtet, der Webb McKinney, Vice President von HPs Computing Group, und Jeff Clarke, Compaqs Finanzchef, vorstehen.
Die geplante Roadmap, die nicht veröffentlicht werden soll, wird damit wahrscheinlich noch vor der Entscheidung der Kartellbehörden fertig:
"Innerhalb von 100 Tagen sollten wir einen sehr, sehr soliden Plan haben", versuchte HP-Sprecher Jim McDonnell Anleger, Analysten und Presse zu beruhigen. "Wir sind sicher, dass wir die Stärken beider Firmen vereinen und die Schwächen ausradieren können."
Elefantenhochzeit auf dem PC-MarktAussterbende Arten
Seitdem die Unternehmen ihren geplanten Merger am Wochenanfang bekannt gegeben haben, melden sich auch immer mehr Kritiker zu Wort.
Als besonders problematisch sehen viele Experten die vielfältigen Server-Betriebssysteme im kombinierten Produktportfolio, darunter Linux, Windows NT, OpenVMS, HP-UX und die Compaq-eigene Unix-Version Tru64.
Letztlich werde man sich auf Linux, NT und Unix einigen, erklärte McDonnell. Die Herausforderung liege darin, eine Roadmap zu erstellen, die den Kunden ein schlankeres Produktportfolio nahe bringe, ohne sie zu verschrecken.
Analysten rechnen nicht damit, dass sowohl HP-UX als auch Tru64 weiterhin unterstützt werden. "Tru64 steht auf der Liste der bedrohten Produkte", erklärte Nathan Brookwood, Analyst der kalifornischen Beratungsfirma Insight 64.
