Die "Phisher" ob der Enns

OBERÖSTERREICH
01.01.2006

Internet-Betrüger zockten Unbedarften ab

Oberösterreich hat sein erstes "Phishing-Opfer": Ein Ennser wurde um 3.000 Euro betrogen, weil er in seiner Unbedarftheit Kontodetails und Sicherheitscodes per E-Mail weitergegeben hatte.

Mit den Bankdaten und Sicherheitscodes hatte der "Phishing-Betrüger" binnen 48 Stunden 3.000 Euro auf ein Londoner Geldinstitut verbucht, das er gegen Provision über einen [angeblich] ahnungslosen Kontoinhaber benutzt hat. Die Chancen, das Geld zurück zu bekommen, sind laut Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl "äußerst gering".

Die Sicherheitsdirektion für OÖ. hat am Neujahrstag erneut darauf hingewiesen, dass Banken weder telefonisch noch elektronisch die Codes der Kunden abfragen. Zudem warnte die Sicherheitsdirektion vor neuen Gefahren durch "Trojaner".

Ein Trojaner in Wels

Auch ein Welser wäre beinahe zum Opfer Hackers geworden, sagte Lißl. Als der Computer seinen Besitzer plötzlich nach allen möglichen Passwörtern und Transmissions-Codes fragte, wurde der Mann misstrauisch und informierte seine Bank. Spezialisten entdeckten dann einen "Trojaner", der die Bankdaten ausspionieren sollte. Der Welser hatte sein Virenschutzprogramm seit mehreren Wochen nicht aktualisiert.

(apa)