Zusätzliche Massenentlassungen
Beim Zusammenschluss zwische Hewlett-Packard und Compaq sollen weltweit 15.000 Stellen wegfallen - zusätzlich zu den bereits angekündigten Entlassungen.
In den vergangenen Monaten hatten die Unternehmen bereits unter dem Druck der Krise in der Technologiebranche massiv Arbeitsplätze abgebaut. Compaq strich weltweit 8.500 Stellen, davon 300 in Deutschland. HP baute bis zu 9.000 Arbeitsplätze ab. Das neue Unternehmen soll weltweit 145.000 Mitarbeiter haben.
HP hatte die Übernahme von Compaq am Dienstag angekündigt. HP soll an dem gemeinsamen Unternehmen 64 Prozent halten. Mit einem Umsatz von rund 87 Milliarden USD würde der neue Konzern direkt an den Weltmarktführer IBM anschließen. Die Übernahme soll bis Mitte 2002 über einen Aktientausch abgewickelt werden, Compaq-Aktionäre erhalten für ihr Papier 0,6325 neu herausgegebene HP-Anteilsscheine. Die Zustimmung der Aktionäre und Kartellbehörden steht allerdings noch aus.
Elefantenhochzeit auf dem PC-MarktDoppelbesetzungen
Aufstellungen der Entlassungspläne nach Ländern gibt es allerdings nach Angaben der Unternehmen noch nicht.
Die beiden Unternehmen haben allerdings nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner Group viele Positionen doppelt besetzt.
Allein in Singapur könnten demnach rund 4.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. HP hat in Singapur 6.500 Mitarbeiter, Compaq 1.000.
