05.09.2001

ERS-310

Bildquelle: FuZo

AIBO bekommt komplexere Gefühle

Ursprünglich als Werbegag gedacht, der die Leistungsfähigkeit von Sonys "Memory-Sticks" demonstrieren sollte, erfreuen sich die elektronischen AIBO-Roboter-Hunde von Sony großer Popularität.

So großer Popularität, dass Sony nun den verbesserten Nachfolger ERS-310 in Japan vorstellte. Zu den Highlights des neuen Edel-Hundes gehören Spracherkennung [Englisch und Japanisch], ein 64-Bit-Prozessor und ein komplexeres emotionales Innenleben.

"Kindheit" auf Knopfdruck

Damit Konsumenten sich den neuen ERS-310 leichter merken können, gab Sony der elfenbeinfarbigen Version mit lila Augen den Namen "Latte", der grauen Version mit blauen Augen den Namen "Macaron".

Damit Leben in das 1,5 kg schwere Konstrukt aus Plastik und Halbleiterelektronik gehaucht wird, benötigt es spezielle AIBO-Ware, die auf Memory-Sticks in Latte oder Macaron eingeführt werden.

So kann mit dem "Persönlichkeitsverstärker"-Modul "AIBO Life" ein natürliches Wachstum eines Hundes simuliert werden.

In der ersten Phase nach Inbetriebnahme ["Kindheit"] lernt AIBO noch schwerfällig die Wörter und Befehle des Herrchens, entwickelt langsam Gefühle und Instinkte.

Party-Tier mit einprogrammierten Spielen

Wer dagegen einen fertig ausgebildeten Hund auf Knopfdruck haben will, benutzt das Modul "Hello AIBO". Wer einen Party-Gag sucht, bekommt mit "Party Mascot" einen "Papier, Stein, Schere" spielenden Hund.

Druck- und Vibrationssensoren

Für die Wahrnehmung der Umwelt besitzt der Hund ein Mikrofon, Temperatur-, Druck- und Vibrationssensoren.

Eine zusätzliche eingebaute CMOS-Kamera erlaubt die Aufnahme von Bildern; die verbale Kommunikation mit dem Herrchen erfolgt durch Stereolautsprecher.

Preislich liegt der technisch überlegene AIBO mit 98.000 Yen [919 Euro] 52.000 Yen [487 Euro] unter dem Vorgänger.

Ab 1. Oktober im Netz

Europäer können ab 1. Oktober Latte und Macaron zum Preis von 850 und 980 Euro im Netz bestellen.