Spionageflugzeug als Hi-Tech-Firefighter
Die NASA hat ein Roboterflugzeug entwickelt, das helfen soll, große Waldbrände zu löschen.
Das unbemannte Altus II kann 24 Stunden in der Luft bleiben und Video- und sonstige Daten per Satellit übertragen.
Morgen soll der Demonstrationsflug stattfinden. Das Flugzeug kann Dutzende Feuer auf über hundert Quadratkilometer geografisch katalogisieren, ohne das Leben eines Piloten zu gefährden. Derzeit, so Projektleiter Steve Wegener, würde bei der Feuerbekämpfung ein Infrarotsystem verwendet, das sehr überladen und veraltet sei.
"Derzeit gibt es drei Flugzeuge, die dann am Abend mühsam Bilder von zwei oder drei Feuern machen, dann landen und die Fotos per Boten an die Leitstelle übermitteln."
Spionagewurzeln des Altus II
Altus II wurde von der zivilen Firma General Atomics Aeronautica
Systems in San Diego entwickelt und gebaut. Das Flugzeug ist eine
Variante des unbemannten "Predator"-Spionageflugzeuges, das
ebenfalls von General Atomics entwickelt wurde und bei der
US-Luftwaffe im Einsatz ist.
General Atomics Aeronautica SystemsNear-on-live-Bilder im Netz
Die Bilder, die Altus II per Satellit zur Erde schickt, können von der Feuerwehr im Internet aktuell verfolgt werden. Die Technologie könnte laut den Entwicklern auch bei Flutkatastrophen, Erdbeben und Umweltverschmutzungen eingesetzt werden. Die Stärke des Systems liegt darin, in Minutenschnelle einen Überblick über das Desaster zu geben.
Die Fotos können über jede digitalisierte Landkarte gelegt werden, um die Ausbreitung geografisch abzugleichen.
Altus II wird von Piloten vom Boden aus kontrolliert. Bis Altus II zum Einsatz kommt, ist aber noch die vollständige Genehmigung der Luftfahrtbehörde notwendig.
