04.09.2001

STUDIE

Bildquelle: ms

Microsoft-IIS-Systeme weiter unsicher

Einen überraschenden Nebeneffekt der "Code Red"-Affäre zeigt die neueste Studie des Webdienstleisters Netcraft auf.

Zwar hat der von Microsoft ausgelieferte kumulative Patch die Sicherheit von IIS-Webservern generell verbessert. Offenbar sind viele IIS-Admins jedoch entweder zu wenig sachkundig oder zu selbstgefällig, alle aufgerissenen Sicherheitslücken zu stopfen.

Selbstgefällig

Allerdings beseitigt der Patch nicht zwangsläufig die sowohl von Code Red II als auch von sadmin/IIS hinterlassene Backdoor root.exe. Speziell auf SSL-Servern lässt sich dieser mit Webserver-Rechten laufende Trojaner bestens dazu nutzen, Kreditkartendaten oder andere sensible Informationen abzufangen, so Netcraft.

Von den mit Microsofts kumulativem Patch "gesicherten" IIS-SSL-Systemen weisen laut Netcraft noch immer knapp 13 Prozent diese Hintertür auf. Hier ist eine völlig neue Klasse gefährlicher E-Commerce-Systeme entstanden, so die Studie:

vordergründig zwar gegen alle bekannten Server-Sicherheitslöcher abgeschottet, über den Trojaner aber jederzeit für jedermann zugänglich. Das demonstriere deutlich die tief verwurzelte Selbstgefälligkeit der E-Biz-Branche, kommentiert das Netcraft-Papier.