04.09.2001

MOTOROLA

Durchbruch in der Halbleiterforschung

Eigenen Angaben zufolge ist es Motorola in einem neuen Verfahren gelungen, die Halbleiter Silizium und Gallium-Arsenid auf einem Chip zu vereinen.

Heiliger Gral

Gallium-Arsenid gilt als heiliger Gral der Halbleiter-Industrie. Damit hergestellte Transistoren können wesentlich höhere Schaltgeschwindigkeiten erreichen, die Herstellung ist jedoch um ein Mehrfaches teurer als bei Silizium. Dennoch kommt Gallium-Arsenid schon zur Anwendung, etwa bei Halbleiter-Lasern in DVD-Playern.

Nun will Motorola die beiden Materialien kombiniert haben: Silizium als billigen Träger, und, etwa für optische Interfaces, Gallium-Arsenid. Vor allem für Kommunikationschips verspricht sich der finanziell gebeutelte Hersteller ein großes Marktpotenzial seiner neuen Technologie.

Bisher war es unmöglich, Halbleiter wie Gallium-Arsenid oder Inudium-Phosphid auf Silizium aufzubringen. Wegen des Unterschieds in den Atomabständen zwischen den einzelnen Siliziumatomen und den Atomen anderer Halbleiter konnten diese Materialien nicht kombiniert werden, da sie sich gegeneinander verschieben und Sprünge auftreten. Motorola löst das Problem durch die Einführung einer Zwischenschicht, die sich sowohl mit dem Silizium- als auch dem Gallium-Arsenid-Halbleiter verbindet.