01.09.2001

US-REGIERUNG

Bildquelle: fuzo

Keine Aufhebung des Microsoft-Urteils

Die US-Regierung sieht keinen Grund für eine Neuauflage des Kartellprozesses gegen Microsoft. Das US-Justizministerium hat den Obersten Gerichtshof aufgefordert, den Einspruch von Microsoft im laufenden Kartellrechtsverfahren abzuweisen.

Das Unternehmen habe keine ausreichenden Gründe für seinen Einspruch dargelegt, erklärte das Ministerium am Freitag.

Das Oberste Gericht des Landes in Washington sollte daher den Antrag des weltgrößten Softwarekonzerns ablehnen, das ergangene Urteil wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße aufzuheben, forderte das Justizministerium.

Lösungsvorschläge erbeten

Die Vertreter des Justizministeriums und des Softwarekonzerns sollen sie vorher, bis zum 14. September, über alle anliegenden Streitfragen informieren und Lösungsvorschläge machen.

Microsoft will ein neues Verfahren, weil der ursprüngliche Richter Thomas Penfield Jackson parteiisch gewesen sei. Er hatte die Zerschlagung des Konzerns angeordnet, doch wurde dies von dem Berufungsgericht später wieder aufgehoben.