Wall Street setzt auf Linux
Die New Yorker Börse stellt ihr Tool zur Verwaltung der Transaktionen auf Linux um.
Anstelle von bisher 180 Sun-Sparc-Servern soll nun ein IBM-eServer-zSeries-Mainframe auf Linux-Basis entsprechende Ressourcen bereitstellen.
Abkommen mit Securities Industry Automation Corporation
IBM habe dafür ein entsprechendes Abkommen mit der Securities
Industry Automation Corporation [SIAC] getroffen, so ein Sprecher
des Unternehmens.
Securities Industry Automation Corporation [SIAC]Alle Aktienkäufe und -verkäufe
Das Unternehmen sorgt für den reibungslosen technologischen Ablauf der Aktienverkäufe an der New Yorker Börse und setzt dazu unter anderem die Software ARTMAIL ein.
Damit werden die Broker über alle Aktienkäufe und -verkäufe informiert.
Diese wurde jetzt von den Sun-Servern auf den Linux-Mainframe portiert. Laut IBM hat der Auftrag ein Volumen im einstelligen USD-Millionenbereich.
Linux ist 10 Jahre alt
Erst kürzlich konnte das freie Betriebssystem Linux seinen 10. Geburtstag feiern. Am 25. August 1991 verkündete der Informatikstudent Linus Torvalds in einer Newsgroup, er werde an einem Open-Source-Klon des UNIX-Betriebssystem arbeiten. Es sei "bloss ein Hobby", und würde weder gross noch professionell werden.
Rasanter Aufstieg
Bereits zwei Jahre später wurde das erste Linux-Unternehmen Red Hat unter dem Namen ACC gegründet.
1999, als das erste Linux-Unternehmen an die Börse ging [VA Linux], verachtfachte sich der Kurs der Aktie am ersten Handelstag. Dies ist immer noch der größte Kurssprung in der Geschichte der Nasdaq. Im Jahr darauf verkündete IBM-Chef Lou Gerstner, sein Unternehmen werde im Jahr 2001 insgesamt eine Milliarde USD in Linux investieren. Dies ist symptomatisch für die kommenden zehn Jahre Linux: der Weg in die Professionalität.
