Mafia-Sproß geht ins WWW
Der Bürgermeister der "als Mafia-Hochburg weltweit bekannten" sizilianischen Stadt Corleone hat derzeit wenig Freude beim Internetsurfen, will die Nachrichtenagentur dpa wissen.
Grund sei die Idee zweier Kinder des inhaftierten "Bosses der Bosse", Toto Riina. Sie werben nämlich im Internet unter der Web-Adresse www.corleone.it für ihr Geschäft, das Landmaschinen vertreibt.
Die Unerträgliche Leichtigkeit des WWW
"Es ist beunruhigend, mit welcher Leichtigkeit sich manche im
Bereich der neuen Technologien bewegen", so Bürgermeister Pippo
Cipriani. "Ich kann nur hoffen, dass die Kinder Riinas legale
Aktivitäten betreiben."
corleone.itSchmuggler, Haftstrafen und Justizopfer
Allerdings hätten Giuseppe und Maria Concetta Riina, beide Anfang 20, die Verbindungen zu ihrer Familie nie abgebrochen, gab Cipriani zu bedenken.
Giuseppe Riina selbst ist wegen angeblicher Verbindungen zu einer Schmugglerbande ins Visier der Justiz geraten, während Maria Concetta ihren Vater, der eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, öffentlich als Justizopfer bezeichnet hat.
Gemeinde Corleone im WWW
Die Gemeinde Corleone besitzt desto trotz eine Internet-Seite.
Gemeinde Corleone
