Ein Buchhändler als großer Bruder
Die US-Buchhandelskette Borders will in ihren britischen Filialen die flächendeckende Überwachung der Kunden mittels Gesichtserkennungs-Software testen.
Borders dürfte damit weltweit die erste Handelskette sein, die ihre Kunden in dieser Art beobachtet und kontrolliert.
Dass das US-Unternehmen das Pilotprojekt in Großbritannien durchführt, dürfte auf die größere Gewöhnung an derartige Systeme auf der Insel zurückzuführen sein: In keinem anderen Land überwachen derzeit so viele Kameras öffentliche Plätze und Straßen wie dort.
BordersSmartFace
In den Buchgeschäften soll die "SmartFace"-Technologie der Firma Visionics zum Einsatz kommen, die inzwischen einzelne Gesichter auch in großen Menschenmengen problemlos erkennen kann. Die Fehlerquote soll dabei bei einem Prozent liegen.
In den Borders-Filialen werden die Gesichter mit einer Datenbank abgeglichen, in der die von Ladendieben gespeichert sind.
Die gleiche Technologie wird unter anderem auch von der US-Einwanderungsbehörde zur Wiedererkennung von illegalen Einwanderern und in Großbritannien von der Polizei in South Wales zur Kontrolle von Hooligans in Stadien genutzt.
Visionics
