23.08.2001

START-UP-DRAMA

Bildquelle: sound2wear

sound2wear erwägt Konkursantrag

Die österreichische sound2wear Elektrohandels- und Produktions AG, Hersteller von ultraleichten Audio-Geräten, die als Accessoire an die Kleidung geheftet werden, erwägt einen Konkursantrag.

"Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Gründer und Vorstandsmitglied Günter Stossier. Es gebe auch ein Fortführungskonzept. "Die Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen." Stossier weiter: "Ich hoffe, dass wir kein klassisches Start-up-Schicksal erleiden."

Gründe für die Finanzprobleme

Als Grund für die finanziellen Probleme nannte Stossier "das schwierige Umfeld in Österreich". Es sei bis dato nicht gelungen, Risikofinanzierer für eine neuerliche Kapitalerhöhung zu gewinnen. "Es haben Gespräche stattgefunden, diese laufen jetzt aber auf Sparflamme". Eine Kapitalerhöhung von 650.000 auf eine Mio. Euro, die auch eine Änderung der Eigentümerverhältnisse brachte, fand zuletzt Anfang August statt.

Vom Libro-Ausgleich betroffen

Man habe aber "viel Pech" gehabt. So befindet sich der Spediteur von sound2wear laut Stossier im Konkurs. Auch der Libro-Ausgleich habe das Unternehmen getroffen.

Libro ist neben Media Markt und Saturn eine der Handelsketten, in denen die sound2wear-Geräte erhältlich sind.

Erfolgreicher Exportartikel

Außer in Österreich sind die sound2wear-Produkte laut Stossier auch in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und der Schweiz auf dem Markt.

Die Idee zu den Geräten hatte eine Gruppe junger Wiener Industriedesigner. Ex-Schindler-Finanzchef Ludwig Polsterer und Mathias Altieri sind seit der letzten Kapitalerhöhung Miteigentümer von sound2wear.