23.08.2001

AUFWÄRTS

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European Telecom peilt 2003 schwarze Zahlen an

Der österreichische Festnetz- und Internetbetreiber European Telecom International AG, eine 100-prozentige Tochter der spanischen Telefonica, will 2003 ein positives Betriebsergebnis vor Abschreibungen [EBITDA] erzielen.

Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Conrado de Miranda heute bei einem Pressegespräch an. 2001 soll der Umsatz von 261 Millionen ATS im Vorjahr auf 450 Millionen ATS steigen. Beim EBITDA werde eine Verbesserung von minus 237 auf minus 100 Millionen ATS erwartet. Die Suche nach einem lokalen Partner geht indes weiter.

260 Mio. ATS für die Infrastruktur

Die Verhandlungen mit einem internationalen Beratungsunternehmen, das die in Besitz der Swisscom stehende UTA bei den Verhandlungen vertrete, seien im Juni kurzfristig abgebrochen worden, um die Vorteile einer möglichen Kooperation genau zu prüfen, und würden im September wieder aufgenommen, so de Miranda. Das Interesse an einer Zusammenarbeit bestehe von beiden Seiten.

Heuer will die European Telecom insgesamt 260 Millionen ATS in den Infrastrukturaufbau investieren, so de Miranda. Seit die European Telecom 1999 von der Telefonica übernommen wurde, hat das Unternehmen rund 1,1 Mrd. ATS in Österreich investiert.

500 km Glas von Wien nach Salzburg

Vom geplanten österreichweiten Glasfaserring besteht bereits eine 500 km lange Strecke von Wien über Linz nach Salzburg, der Wiener Glasfaserring umfasst derzeit 65 km. Die Telecom habe bereits 9 Wählämter in Wien entbündelt, um die Kunden direkt an das eigene Netz anschließen zu können, sagte die Leiterin des Strategie-Bereichs der European Telecom, Maresa Meißl.

80 Prozent sind Geschäftskunden

Die European Telecom hat derzeit rund 25.000 Kunden, 80 Prozent davon sind Geschäftskunden. Bis Jahresende soll die Kundenzahl auf rund 35.000 steigen, prognostizierte de Miranda. Das Ergebnis nach Steuern soll heuer von minus 311 auf minus 210 Mio. ATS steigen.