20.08.2001

DEUTSCHLAND

Bildquelle: waldt

Online-Werber sprechen sich selbst Mut zu

Nach dem Preissturz für Internet-Werbung im vergangenen Jahr keimt in der Branche für das zweite Halbjahr 2001 wieder Hoffnung: Auf der zweiten Düsseldorfer Online-Marketing Messe überwiegt Optimismus.

Allerdings wird unter den vertretenen Firmen auch mit einer Fortsetzung der Konzentrationswelle gerechnet.

"Von derzeit 60 deutschen Anbietern werden mittelfristig möglicherweise sieben übrig bleiben", sagte etwa Interactive Media-Vorstand Stefan Rabe. "Der Markt wird nur wachsen, wenn große Organisationen entstehen", stellte Rabe fest.

Pop-ups und Datenschutz

Den ersehnten Umsatzsprung erhofft sich die Online-Werbebranche durch eine verbesserte Marktforschung, straffere Organisationsformen und eine vereinfachte Buchung sowie durch neue Formate.

So sollen vermehrt Skyscraper [Großformatige Banner im Hochformat], Pop-ups oder fliegende Texte mit Bildern und Tönen verwendet werden.

"Im Trend" liegt auch die gezielte Ansprache des Kunden, ergänzte - ausgerechnet - DoubleClick-Geschäftsführer Arndt Groth: "Durch Werbung alleine kommt kein Nutzer mehr ins Netz".

Deshalb müsse die Branche ihre Botschaften zielgerichteter als bisher aufbereiten, und zwar trotz aller datenschutzrechtlichen Hürden, unterstrichen Groth und Rabe. Bislang verhindert das deutsche Datenschutzrecht mit seinen im internationalen Vergleich strengen Regelungen das Erstellen von persönlichen Nutzerprofilen.