IBM Österreich erwartet für heuer Zuwächse
Die Österreich-Tochter des US-Computerherstellers IBM, deren Schwerpunkt bei Geschäftskunden liegt, erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2001 trotz des Einbruchs am PC-Markt ein Umsatzwachstum, da die "dramatischen Einbrüche" vor allem das Privatkundengeschäft getroffen habe, sagte der Direktor des IBM-Österreich-Bereichs Personal Computer, Andreas Stepanek heute.
IBM gehe davon aus, dass es im 3. Quartal 2001 noch eine Marktschwäche geben werde, sich der Markt im 4. Quartal nicht zuletzt durch das Weihnachtsgeschäft wieder erholen werde und wieder Wachstumssteigerungen möglich seien.
In den kommenden Jahren könnten zwar die bisherigen Steigerungsraten im PC-Markt nicht mehr erreicht werden, der PC-Markt werde aber ein Wachstumsmarkt bleiben, schätzte Stepanek. Der PC werde auch in den kommenden 10 bis 20 Jahren kein Auslaufmodell.
IBM"Düstere Prognosen bestätigt"
Der Einbruch des PC-Marktes habe Österreich stärker als das übrige Europa getroffen, bemerkte Stepanek: "Die düsteren Prognosen des Marktforschers IDC haben sich bestätigt". Der PC-Markt in Österreich ist laut IDC im 1. Halbjahr 2001 insgesamt um 6 Prozent geschrumpft, das Privatkundensegment war dabei um 22 Prozent rückläufig.
Im 2. Quartal ging der PC-Markt um 15 Prozent zurück, der Privat-PC-Markt brach sogar um 36 Prozent ein. Zuwächse werden hingegen weiterhin bei Notebooks verzeichnet, die im 2. Quartal um 23 Prozent zulegten.
Yline fordert weiter
Zur gescheiterten Partnerschaft zwischen IBM und dem börsenotierten Wiener Softwareunternehmen YLine meinte Nonhoff: "IBM war immer ein verlässlicher Vertragspartner, wir haben unserer Aufgaben auch gegenüber der YLine erfüllt". YLine hatte kürzlich im Rechtsstreit mit IBM eine einstweilige Verfügung errungen und laut "Format" - zusätzlich zu der bereits bestehenden Forderung von 578 Millionen ATS - auf dem Klagsweg weitere rund 130 Millionen ATS Schadenersatz gefordert.
