20.08.2001

INFRASTRUKTUR

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UMTS-Ausbau kostet 80 Milliarden ATS

Der drittgrößte heimische Handynetzbetreiber One schätzt die Investitionen, die Österreichs sechs Lizenznehmer in den Aufbau von UMTS [Universal Mobile Telecommunication System] stecken werden, neben den bereits entrichteten Lizenzgebühren von 11,4 Mrd. ATS auf 50 bis 80 Mrd. ATS [bis 5,81 Mrd. Euro].

Jeder Mobilfunkbetreiber würde somit zwischen 8 und 13 Mrd. ATS für seine UMTS-Netze ausgeben. Der Telekom-Experte Georg Serentschy hat die Investitionen pro Netzbetreiber zuletzt auf 5 bis 25 Mrd. ATS geschätzt.

Outsourcing soll Geld sparen

Geld sparen will One aber auch durch Outsourcing. Hat das Unternehmen die GSM-Infrastruktur großteils noch "in Eigenregie" geplant und errichtet, will man diese Arbeit nun an andere Dienstleister auslagern. Einige große und eine Vielzahl kleiner Unternehmen hätten sich in Österreich bereits auf dieses neue Geschäftsfeld eingerichtet.

Denkbar ist sogar, dass die errichteten Sendestationen dann gar nicht ins Eigentum des Mobilfunkproviders übergehen, sondern dass der Errichter diese an den Netzbetreiber vermietet.

Site-Sharing als Trend

Dadurch würde vor allem das Konzept des "Site Sharings" gefördert, bei dem mehrere Netzbetreiber eine Sendeanlage nutzen. Bei GSM wurde rund ein Viertel der One Mast-Standorte von zumindest einem Wettbewerber mitbenützt.

Die deutsche Firma New Radio Tower hat in Berlin bereits ein Netz errichtet, das an mehrere Mobilfunkbetreiber weitervermietet wird. In Österreich hat bisher der Telekom-Infrastrukturanbieter Memores Telex angekündigt, dieses Businessmodell adaptieren zu wollen.