17.08.2001

ON DEMAND

Bildquelle: waldt

Hollywood startet Online-Vertrieb für Filme

Hollywood will offensichtlich ernsthaft in den Online-Vertrieb seiner Filme einsteigen. Fünf der größten Hollywood-Studios wollen dazu gemeinsam ihr Filmangebot im Netz zugänglich zugänglich machen.

Mit dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen sollen zunächst Breitband-Internet-Kunden in den USA eine breite Auswahl bereits veröffentlichter Filme digital zur Vefügung gestellt werden, teilten die Studios mit.

Falls sich das Modell als erfolgreich erweist und reibungslos funktioniert, dürfte auch eine Ausweitung auf andere Länder erfolgen.

Geballte Studiomacht

Zu den beteiligten Studios gehören Metro-Goldwyn-Mayer, Viacoms Paramount Pictures, Sony Pictures Entertainment, Vivendi Universals Universal Studios und Warner Bros., eine Tochter von AOL Time Warner.

Lediglich Walt Disney, Dreamworks und 20th Century Fox sind an dem Unternehmen nicht beteiligt.

Nicht exklusiv

Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll "hauptsächlich auf Internet-Technologie aufgebaut werden", obwohl nach dem Start auch weitere Übertragungsmöglichkeiten untersucht würden, teilten die Unternehmen mit.

Auf jeden Fall sollen die Filme nicht exklusiv über das kommende Online-Angebot vertrieben werden.

Das Napster-Problem

Die Studios wollen mit ihrem Vorstoß auch die Initiative über den Online-Vertrieb ihrer Produkte [wieder-] gewinnen.

Derzeit haben sie dank begrenzter Bandbreiten noch nicht das gleiche Problem wie die Musikindustrie mit Napster, Gnutella oder anderen File-Sharing-Tools. Andererseits beschränkt genau das den potenziellen Kundenkreis und die Attraktivität des neuen Video-on-demand-Service.

Zum Schutz der Filme sollen die DRM-Technologien [Digital Rights Management] von Microsoft und RealNetworks zum Einsatz kommen, über deren Media-Player die Filme auch angeschaut werden können.