15.08.2001

SIGGRAPH

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Virtuelle Realität wird realer

Die Computergrafik-Industrie trifft sich derzeit beim wichtigsten Event des Jahres - der Siggraph, der jährlichen Convention rund um Grafik, Multimedia, Spiele und Virtuelle Realitäten.

Virtuelle Realität wird perfektioniert

Der Trend geht hin zu perfektionierten computergenerierten Umgebungen. Meilenstein ist hierbei sicherlich der erste vollständig computergenerierte und realitätsgetreue Film, der dieser Tage auch hierzulande in die Kinos kommt: Final Fantasy. Mit einem Budget von beinahe zwei Milliarden ATS wurden Schauspieler, Landschaften und Monster generiert. Um den Film zu komplettieren, wurde von der Firma Square ein eigenes Studio in Hawaii errichtet.

Aber auch interaktive virtuelle Realitäten erfahren eine bis dato nicht da gewesene Detailtreue. Markantestes Beispiel ist eine Installation, die in den Media Labs des Massachusettes Institute of Technology [MIT] entwickelt wurde und derzeit auf der Siggraph 2001 ausgestellt ist.

Was da noch fehlt, sind taktile Reize. Doch auch daran wird gearbeitet - so forscht ein Team rund um Takuya Nojima an der Universität von Tokyo an "Touch Technologies". In einem späteren Stadium soll es möglich sein, äußerst feine Berührungsreize - wie etwa beim Übergang von Öl zu Wasser - zu generieren.

Freilich ist auf der Siggraph 2001 nicht nur der Forschungsbereich von Interesse. Auch im handfesten Computeranimation-Bereich heisst die Devise: höher, schneller, weiter. So drängt der Chiphersteller Intel, sonst eher aus dem Desktop-Bereich bekannt, massiv in den Markt für flotte Workstations und Renderfarmen.

Benchmark: 2.000 Megahertz

Intel stellt daher auf der Siggraph erstmals einen neuen Xeon-Chip mit 2.000 Megahertz Taktfrequenz vor, der vorerst in Single- und Dualprozessormaschinen zum Einsatz kommen soll.