ConSors stürzt weiter in Verlustzone
"Das schwache Börsenumfeld" hat den deutschen Online-Wertpapierhändler ConSors im ersten Halbjahr weiter in die Verlustzone rutschen lassen.
Der Verlust der ConSors-Gruppe belief sich vor Steuern auf 62,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 16 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
"Mit dem Halbjahresergebnis können wir nicht zufrieden sein", kommentierte ConSors-Chef Karl Matthäus Schmidt die Zahlen.
ConSorsWeitere Entlassungen
Auch für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein negatives Ergebnis. Finanzvorstand Uwe Schröder-Wildberg geht davon aus, dass sich der Verlust der AG nach Steuern von 35,7 Millionen Euro bis zum Jahresende verdoppeln wird.
Im Jahr 2002 will die ConSors Discount-Broker AG wieder schwarze Zahlen schreiben. "Ich gehe davon, dass der Börsenmotor erst in der zweiten Jahreshälfte 2002 wieder anspringt", sagte ConSors-Chef Schmidt in einer Telefon-Pressekonferenz.
Zur Sanierung des Unternehmens plant das Management bis zum Jahresende den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen. Noch im Februar hatte ConSors knapp 1.100 Mitarbeiter beschäftigt. Auch bei den Sachkosten strebt der Vorstand einen Kostenschnitt an. Ungeachtet der Verlustzahlen legte die ConSors-Aktie am Dienstagvormittag leicht zu. Mit 14,75 Euro notierte sie um 2,3 Prozent stärker als am Vortag.
