Das Brummen der Technik-Paranoia
Auf der Suche nach der Quelle des rätselhaften "Brummtons", der durch Deutschland spukt, tappen Experten immer noch im Dunkeln.
Es habe in den vergangenen Tagen zwar Messungen in Baden-Württemberg gegeben, "aber bis heute haben wir keine brauchbaren Hinweise auf die Ursache des Geräusches", teilte das Landesumweltministerium am Montag in Stuttgart mit.
Deutschlandweit liegen Meldungen aus mehreren Bundesländern vor, in denen Menschen über schwere Schlafstörungen, häufig auch Herzrasen, Anspannung, Erregbarkeit und erhöhten Blutdruck klagen. Es sind das im wesentlichen jene Symptome, die angeblich auch im Umkreis von Handymasten verstärkt auftreten sollen.
Das erste Auftauchen des BrummtonsAn der Grenze des Hörvermögens
"Übereinstimmend ist lediglich, dass die Betroffenen einen ganz tiefen Ton hören, in einem so niederen Frequenzbereich, dass er an der Grenze des Hörvermögens liegt", erklärte Heinrich Menges von der Landesanstalt für Umweltschutz.
Die ersten Messungen in einem Haushalt in Schömberg seien ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen, sagte Menges: "Wir konnten etwas messen und auf einer Skala, das war eindeutig, aber wir haben keine Ahnung, was es gewesen sein könnte."
Ergebnisse zu Jahresende
In den kommenden drei Monaten sollen die sensiblen Geräte an
mindestens elf weiteren Stellen in Baden-Württemberg nach dem
"Brummton" forschen. Mit Ergebnissen der Untersuchungen wird erst
zum Jahresende gerechnet.
Selbsthilfe bei Brummt.deMesstechniker auf der Lauer
Bei den Untersuchungen verfolgen die Fachleute ein Dreipunkteprinzip: Zunächst mussten vermeintliche Brummton-Opfer einen Fragebogen ausfüllen, sodass in einigen Fällen bereits deutlich wurde, dass auch eine Radarstation oder eine benachbarte Firma für das Geräusch verantwortlich sein könnte.
Bei den geplanten Tests legen sich nun Messtechniker mit Spezialgeräten zur Nachtschicht auf die Lauer. Parallel dazu werden die Hörtalente der Testpersonen an der Uniklinik Tübingen untersucht.
Selbsthilfe bei Brummen.de
