Handystrahl-Messgerät aus Seibersdorf
Die Austrian Research Centers Seibersdorf [ARCS] haben ein Messgerät entwickelt, das die hochfrequente Strahlung von Handys und Handymasten exakt bestimmen kann.
Den Forschern wurde nun auf einem Kongress in den USA von einer unabhängigen Expertenkommission bescheinigt, die "derzeit beste Methode" zur Messung von Handystrahen gefunden zu haben.
Auf dem Kongress diskutierten Wissenschafter über die Wirkung elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper.
Die Seiberdorfer Forscher haben das Mess-Gerät u.a. in Italien und in der Schweiz bereits erfolgreich getestet. In beiden Ländern schreiben die Regulierungsbehörden besonders strenge Grenzwerte für die Ausstrahlung von elektromagnetischen Feldern vor. In Österreich ist Add3D im Oktober auf der Elektronik- und Elektrotechnikmesse VIET im Wiener Prater zu sehen.
Austrian Research Centers SeibersdorfDrei Richtungen
Die Seibersdorfer Entwicklung trägt den Namen "Addition of 3 Field Components" [Add3D], "weil bei unserem Verfahren die Messung in drei Richtungen erfolgt", erklärte Wolfgang Müllner, Leiter des Geschäftsfeldes Informationstechnologien der ARCS gegenüber dem Niederösterreichischen Wirtschaftspressedienst.
Kernstück von Add3D ist eine Antenne, die Feldstärken im Hochfrequenzbereich bis 2,5 Gigahertz messen kann und als kleinstes und genauestes Empfangsgerät auf dem internationalen Markt gilt. Zusätzlich sind auf Add3D noch eine Positioniereinrichtung und ein Messempfänger angebracht.
