Microsoft will bei Behörden abkassieren
Microsoft hat mit einer geplanten Änderung seiner Lizenzbedingungen die staatlichen Stellen in Deutschland verärgert.
Allein Bayern befürchte Mehrkosten in Millionenhöhe, sollte Microsoft an seinen Plänen festhalten, berichtet das Magazin "Computerwoche".
Bisher arbeiten rund 150.000 PCs in den Dienststellen des Freistaats und der Kommunen zu besonders günstigen Konditionen mit Software von Microsoft.
Kostendruck bringt Linux in BehördenBillig war gestern
Die Behörden zahlen bisher nur einen Bruchteil der regulären Lizenzgebühren. Im Gegenzug für den Preisnachlass mussten die PCs der staatlichen Stellen bei diesem Vertragsmodell aktualisierte Versionen der Software überspringen, die PCs wurden nicht automatisch nachgerüstet und waren damit nicht immer auf dem neuesten Stand. Dieses Modell will Microsoft jetzt abschaffen.
Stattdessen sollen nur noch Lizenzverträge angeboten werden, die ein automatisches Upgrade der Software beinhalten - zu entsprechend höheren Kosten.
Allein für Bayern würden die Lizenzgebühren dadurch um 130 Prozent steigen, berichtet die Zeitschrift. Derzeit verhandelt das Bundesinnenministerium um einen neuen Rahmenvertrag mit Microsoft.
