10.08.2001

DEUTSCHLAND

Bildquelle: ms

Microsoft will bei Behörden abkassieren

Microsoft hat mit einer geplanten Änderung seiner Lizenzbedingungen die staatlichen Stellen in Deutschland verärgert.

Allein Bayern befürchte Mehrkosten in Millionenhöhe, sollte Microsoft an seinen Plänen festhalten, berichtet das Magazin "Computerwoche".

Billig war gestern

Die Behörden zahlen bisher nur einen Bruchteil der regulären Lizenzgebühren. Im Gegenzug für den Preisnachlass mussten die PCs der staatlichen Stellen bei diesem Vertragsmodell aktualisierte Versionen der Software überspringen, die PCs wurden nicht automatisch nachgerüstet und waren damit nicht immer auf dem neuesten Stand. Dieses Modell will Microsoft jetzt abschaffen.

Stattdessen sollen nur noch Lizenzverträge angeboten werden, die ein automatisches Upgrade der Software beinhalten - zu entsprechend höheren Kosten.

Allein für Bayern würden die Lizenzgebühren dadurch um 130 Prozent steigen, berichtet die Zeitschrift. Derzeit verhandelt das Bundesinnenministerium um einen neuen Rahmenvertrag mit Microsoft.