Microsoft will Datenschutz verbessern
Nach Kritik von Datenschützern will Microsoft einem Medienbericht zufolge seinen Online-Identifizierungsdienst Passport verändern.
Das Unternehmen wolle die von Passport-Nutzern anzugebenden Informationen reduzieren, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe am Freitag. Außerdem sollten die Zuständigkeiten für Zahlungsautorisierung und Kundenprofile bei Microsoft neu verteilt werden.
Kritikern seien die Vorschläge jedoch nicht weit genug gegangen. Passport ermöglicht es Kunden, persönliche Daten vom Adressbuch bis zur Kreditkartennummer online zu speichern.
Neue "Plattform für private Präferenzen"
Die Änderungen sollten die Privatsphäre der Kunden verbessern,
schrieb das "Wall Street Journal" weiter. Neue Nutzer von Passport
sollten nur noch eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und eine
persönliche, nur von ihnen zu beantwortende Frage angeben müssen.
Das 1999 eingeführte System werde durch eine neue Technologie mit
der Bezeichnung "P3P" [Plattform für private Präferenzen] ergänzt.
Microsoft vermarktet Passport auch an andere kommerzielle Websites,
die es zur Zahlungsautorisierung ihrer Kunden verwenden.
PassportKritik an Passport hält an
Verbraucherverbände kritisieren dem Zeitungsbericht zufolge, dass der weltgrößte Software-Anbieter Zugriff auf eine riesige Menge persönlicher Daten von Millionen von Internet-Nutzern habe.
Die Zeitung berichtete weiter, der Verbraucherschutzorganisation "Electronic Privacy Information Center" gingen auch die neuen Microsoft-Vorschläge nicht weit genug.
Der für Passport zuständige Vizepräsident Brian Arbogast sagte dagegen: "Wir sehen Passport lediglich als Verfahren zur Identifizierung von Kunden. Niemand sollte sich Sorgen über seine gespeicherten Daten machen."
Electronic Privacy Information Center
