08.08.2001

ZULU

Bildquelle: adobe

Erster Virus, der sich über PDFs verbreitet

Adobes PDF-Format galt bisher als praktisch immun gegen Computerviren. Die Spezialisten von McAfee haben jetzt allerdings den ersten Virus entdeckt, der sich über Programme verbreitet, die in PDF-Dateien eingebettet sind.

Der als "Peachy" bezeichnete Schädling verbreitet sich laut Vincent Gullotto von McAfee ausschließlich über Adobe Acrobat, das Programm, mit dem man PDF-Dateien erzeugen kann. Die populäre Software Acrobat Reader sei nicht davon betroffen, da man mit ihr keine PDF-Attachements öffnen könne, so der Virenspezialist.

Anfang ist gemacht

Der Virus vermehrt sich, indem er auf alle E-Mail-Adressen im Outlook-Adressbuch zugreift. Da Peachy in der PDF-Datei versteckt ist, umgeht er den VB-Script-Filter neuerer Outlook-Versionen.

Gullotto stufte das Risiko des Peachy-Virus allerdings als gering ein. "Bisher hat noch kein Anwender davon berichtet", so Gullotto.

Er zeigte sich aber wie andere Spezialisten besorgt, dass Malware-Programmierer jetzt auch das als sicher erachtete PDF-Format zum Verbreiten von Viren nutzen könnten. Gefährlich werde es, wenn Adobe dem Acrobat Reader in späteren Versionen ermöglicht, PDF-Attachements zu öffnen.