Riesenverluste bei Cisco
Der amerikanische Netzwerkausrüster Cisco Systems Inc. hat im Geschäftsjahr 2000/2001 einen Verlust von einer Milliarde USD [15,7 Mrd. ATS] verbucht - verglichen mit einem Gewinn von 2,7 Mrd. USD im Vorjahr.
Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 22,3 Mrd. USD. Das hat Cisco am Dienstag nach Börsenschluss bekannt gegeben. Cisco leidet wie auch seine Konkurrenten unter der dramatischen Verschlechterung der Geschäfte seiner Hauptkunden, der Internet-Firmen und der Telekom-Konzerne.
Umsatzeinbruch im Schlussquartal
Das in San Jose ansässige Unternehmen hat allein im
Schlussquartal einen drastischen Umsatzrückgang von 25 Prozent auf
nur noch 4,3 Mrd. USD verbucht. Der Gewinn sackte auf sieben
Millionen USD ab gegenüber 796 Millionen in der
Vorjahresvergleichszeit.
CiscoCisco-Aktien fallen
Die Cisco-Aktien fielen nachbörslich von 19,26 auf 18,90 USD. Sie hatten vor zwölf Monaten noch bei 70 USD gelegen.
Cisco-Konzernchef John Chambers hielt sich mit weiter gehenden Prognosen zurück. "Niemand weiß wirklich, wann die Wirtschaft und die Investitionen die Talsohle erreichen und wieder steigen werden", erklärte er.
Er gab sich "vorsichtig optimistisch", dass die Talsohle in den USA in den kommenden ein bis zwei Quartalen erreicht werden könnte. Die Lage in Europa und Asien sieht nicht besser aus. Japan könnte sich weiter verschlechtern.
Auch andere Ausrüster im Minus
Neben Cisco verbuchten auch andere Netzwerk- und Internet-Ausrüster wie Lucent Technologies und Nortel Networks ausnahmslos drastische Umsatzrückgänge und hohe Verluste, denen sie mit Massenentlassungen und Sparmaßnahmen begegnen.
