Napster kostet künftig fünf Dollar
Nutzer der Musiktauschbörse Napster sollen künftig fünf USD [80 ATS] pro Monat zahlen.
Das sagte der neue Chef des bisher kostenlosen Online-Angebots, Konrad Hilbers, in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem Magazin "stern". Die Gebühr sei notwendig, um die Urheberrechte von Musikern zu bezahlen.
"Im Prinzip" bleibt alles wie bisher
Ansonsten bleibe bei Napster "im Prinzip" aber alles wie bisher,
sagte Hilbers. Die Napster-Kunden könnten weiterhin ihre eigenen CDs
über ihre Rechner anderen Musikfans zur Verfügung stellen. Während
Napster früher bis zu 70 Millionen Nutzer gehabt habe, könnten mit
dem kostenpflichtigen Dienst "schon wenige hundert Teilnehmer ein
attraktives Angebot ermöglichen".
NapsterStarttermin 1. Juli verschoben
Hilbers war Ende Juli von Bertelsmann zu Napster gewechselt. Der Gütersloher Konzern will Napster in einen kostenpflichtigen Abo-Dienst umwandeln.
Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hatte ursprünglich den 1. Juli als Starttermin genannt, musste diesen aber wegen der seit Monaten andauernden juristischen Auseinandersetzungen von Napster mit der Musikindustrie aufgeben.
