TA weiter offiziell marktbeherrschend
Auf dem österreichischen Telekom-Markt ist allein die Telekom Austria [TA] marktbeherrschend.
Aufatmen können hingegen die Mobilfunkbetreiber. Weder für die Mobilkom Austria noch für max.mobil wurde - entgegen den Erwartungen einiger Branchenkenner - eine marktbeherrschende Stellung festgestellt.
Zu diesem - in der Branche mit Spannung erwarteten - Ergebnis kommt die der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde RTR übergeordnete Telekom Control Kommission.
Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH"Nur" in Teilbereichen
Die TA, die auch bisher als marktbeherrschend galt, ist auf dem Markt für das Erbringen des öffentlichen Sprachtelefondienstes im Festnetz, auf dem Markt für das Erbringen des öffentlichen Mietleistungsdienstes im Festnetz sowie auf dem Zusammenschaltungsmarkt marktbeherrschend, stellte die Telekom Control Kommission mit einem Bescheid fest.
Dieser ist erst jetzt bekannt geworden, wurde aber schon am 18. Juni 2001 fertig gestellt.
Ein Unternehmen gilt nicht zwingend ab einem Marktanteil von 25 Prozent als marktbeherrschend. Weitere Kriterien sind die Kontrolle über den Zugang zu Endbenutzern, der Zugang zu Finanzmitteln und die Erfahrung zur Bereitstellung von Produkten und Diensten.
Konsequenzen
Marktbeherrschende Unternehmen müssen unter anderem kostenorientierte Endkundentarife und Zusammenschaltungstarife anbieten, dürfen Mitbewerber nicht diskriminieren und die einzelnen angebotenen Telekom-Dienste nicht quersubventionieren.
Mobilnetzbetreiber
Laut einer Studie von Mobile Communications [Stand Juni 2001] hat die Mobilkom Austria - berechnet nach Handykunden - 43 Prozent Marktanteil, max.mobil kommt auf rund 35 Prozent, One auf 19 Prozent und tele.ring auf drei Prozent.
Die Mobilkom Austria und max.mobil sind von der Telekom Control Kommission aber trotz ihrer Marktanteile von über 25 Prozent als nicht marktbeherrschend eingestuft worden, da es auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt "einigen Wettbewerb" gibt.
